Mittelstufenkonzept

Mit dem Abschluss der Erprobungsstufe und der Versetzung in die Klasse 7 treten die Schülerinnen und Schüler in die sogenannte Mittelstufe ein.

In den vier Jahren der Klassen 7 bis 10 erwerben sie die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Der mittlere Schulabschluss, die Fachoberschulreife, wird in den G8 – Jahrgängen allerdings erst nach erfolgreichem Abschluss der Einführungsphase der Oberstufe erworben.

In der Klasse 8 nehmen die Klassen auch an einer zentralen Prüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch, den sogenannten Lernstandserhebungen „Lernstand 8“, teil, in der festgestellt werden soll, über welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler zum Testzeitpunkt in diesen Fächern verfügen.

Im Wahlpflichtbereich II der differenzierten Mittelstufe können die Schülerinnen und Schüler unter folgenden Fächern wählen: Bilingualer Kurs, Biologie/Chemie, Französisch, Gesellschaftskunde, Informatik, Latein und Spanisch.

Die Pascal-Stunde ist ein wesentlicher Bestandteil der Mittelstufe, in der sich die Jugendlichen ihr individuelles Programm zusammenstellen können und die somit der individuellen Förderung dient.

Eine wichtige Phase der Persönlichkeitsentwicklung vollzieht sich in der Zeit der Mittelstufe: die Pubertät. In dieser Zeit müssen die Schülerinnen und Schüler eine neue Identität suchen und bilden, indem sie sich einer persönlichen und gesellschaftsbezogen Wert- und Sinnorientierung unterziehen. Sie müssen ein waches Selbstbewusstsein erlangen und erkennen, was sie als Individuum und Teil der Gesellschaft für wertvoll und sinnhaft erachten. Deshalb bietet auch in der Mittelstufe das übergeordnete Bildungsziel der UNESCO-Projektschule „Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt“ eine wichtige Orientierung.

Für die Schule ist das Vermitteln von Fachkompetenzen und das Fordern und Fördern von intellektuellen Fähigkeiten ein wesentlicher Bestandteil, sodass Schülerinnen und Schüler zur aktiven Teilnahme am politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Leben unseres Landes, Europas und der
Welt, unter anderem auch in Bezug auf nachhaltige Entwicklung, befähigt werden, um als Weltbürger agieren und Verantwortung übernehmen zu können (Global Citizenship).

Neben fachlichen Inhalten spielen auch die Schulung und Förderung von Methoden- und Medienkompetenzen eine wichtige Rolle, um die Freiheiten und die Chancen des digitalen Zeitalters sinnstiftend zu ergreifen und zu nutzen.

Ebenso will Schule aber auch die Jugendlichen auf ihrem nicht einfachen Weg der Persönlichkeitsentwicklung durch Gewinnung und Festigung von Personal- und Sozial-kompetenzen, auch im Rahmen von Menschenrechtsbildung und Demokratieerziehung sowie durch interkulturelles Lernen, begleiten und somit gleichzeitig auch ihre soziale Verantwortung stärken.

Dazu gehört auch die Berufsorientierung im Rahmen des „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA)- Konzeptes des Landes NRW. In der Mittelstufe sind die Potenzialanalyse, die Berufsfelderkundungstage, das Sozialpraktikum und die Anschlussvereinbarung ein wesentlicher Bestandteil. Dazu gehören auch die Arbeit mit dem Berufswahlpass und die begleitenden Unterrichtsangebote und Gespräche.

Daher muss eine lebendige und vielfältige Schule sich auch in der Mittelstufe öffnen und unter aktiver Einbeziehung der Eltern und mit Hilfe von außen entsprechende Angebote machen, damit die Schule in dieser Phase ein wichtiger Orientierungspunkt für die Schülerinnen und Schüler bleibt.

© PGG-Mittelstufe-2018