Solaranlage wieder am Netz!
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 29. Juni 2010 um 06:33 Uhr
Nach ca. 10-jährigem Dornröschenschlaf ist die schuleigene Solaranlage wieder am Netz. Da die Anlage damals durch private Spenden bezahlt wurde, hatte sich die Stadt stets geweigert, die Reparatur zu bezahlen. So kam es, dass die Anlage viele Jahre nicht mehr funktionierte. Auf Initiative der iNAG hat die Firma Elektro Breuer den Fehler ermittelt und den defekten Wechselrichter eingeschickt, so dass jetzt ca. 5-6 kw/h Solarstrom täglich gewonnen werden können. Die Gelder für die Reparatur stammen aus Preisgeldern der beiden Wettbewerbe "RWE - Pack's an" und "NRW denkt nach(haltig)", an denen die iNAG im Jahr 2009 teilnahm.
Der erzeugte Strom wird direkt in der Schule verbraucht und mindert so die Stromrechnung der Stadt um ca. 400-500 Euro jährlich. Zum Vergleich: die Beleuchtung im Lehrerzimmer allein verbraucht stündlich 0,84 kw/h. Dies zeigt, wie immens hoch der Stromverbrauch des Schulgebäudes ist und wie viele Solarpaneele nötig wären, den Gesamtstromverbrauch der Schule regenerativ zu erzeugen.Anfang Juli wird die Firma Elektro Breuer eine Solaranzeigetafel im PZ montieren, die vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Kampagne "Erneuerbare Energien sichtbar machen" finanziert wird. Das Pascal wurde unter 500 Schulen auf Antrag der iNAG für dieses Projekt ausgesucht. Demnächst wird ein Windrad von einem Sponsor den Ertrag an regenerativen Energien noch erhöhen.
Im Rahmen der Initiative "Ressourcenbewusste Schule in Grevenbroich", bei der das Pascal-Gymnasium das Pilotprojekt ist, sind dies kleine aber immerhin erste Schritte. In der Physiksammlung wurde ebenfalls mit Preisgeldern der iNAG die Beleuchtung mit Bewegungsmeldern ausgestattet und es wurden schaltbare Steckerleisten für alle Medienwagen im gesamten Schulgebäude angeschafft. Ein Klassenraum in der 1. Etage wurde zum Vergleich mit dem benachbarten Klassenraum mit modernster "T5-Beleuchtungstechnik" (Bewegungs- und Helligkeitssensoren sowie modernste hocheffiziente Leuchtmittel) ausgestattet. Beide Räume bekamen einen extra Stromzähler, so dass die Stadt jetzt valide Zahlen hinsichtlich Einsparpotenzialen bei der Klassenraumbeleuchtung ermitteln kann. Sollten die Zahlen belegen, dass sich die Kosten für eine Umrüstung der veralteten Beleuchtungstechnik schnell amortisieren, könnte die Stadt trotz Nothaushalt tätig werden. Abgerundet werden die bisherigen
Energieeinspar-Maßnahmen durch die Ausbildung von Raum- und Energiemanagern in allen Klassen, die zu einem veränderten Nutzerverhalten beitragen sollen, sowie der Einführung der Altpapiersammlung in allen Klassenräumen. Die Gelder für die blauen Papiertonnen stammen aus Preisgeldern der iNAG vom diesjährigen Wettbewerb "RWE - pack's an".
Ansgar Laufenberg für die iNAG




















Solaranlage wieder am Netz!